Kategorie: Allgemein

Kann die Nelumbox als Kühlbox auch mobil genutzt werden?

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Die Nelumbox kann auch unterwegs, egal ob im Auto, im Flugzeug, auf dem Schiff oder zu Fuß im Akkubetrieb vollumfänglich genutzt werden. Sollten Sie auf den Service eines Kuriers zurückgreifen, sind Sie durch die Nelumbox Cloud in der Lage die Nelumbox auch per Fernzugriff zu verfolgen. 

Wenn Sie die Nelumbox mobil nutzen, können Sie über verschiedene Tastenkombinationen den gewünschten Temperaturbereich einstellen. Somit können Sie während des Transports verschiedener kühlkettenpflichtiger Arzneimittel individuell die Temperaturbereiche der Nelumbox von 2°C – 8°C, auch auf 15°C – 25°C oder auf 37°C einstellen. Diese Funktion kann auch über das Dashboard per Fernzugriff vordefiniert, verändert oder gesperrt werden.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit die Nelumbox für den problemlosen Transport in Flugzeugen manuell in den Flugmodus zu schalten.

Solange sich die Nelumbox im Flugmodus befindet zeichnet sie auch weiterhin alle relevanten Kennzahlen über Temperatur, Luftfeuchtigkeit, sowie Erschütterungen, Standort und Zugriffe auf. Nach dem Ausschalten des Flugmodus werden die intern gespeicherten Daten an das Dashboard versendet. Somit bleibt Ihre Dokumentation auch während des Transports im Flugzeug lückenlos.

Die Laufzeit der Nelumbox ist während des mobilen Transports von verschiedenen Faktoren, unter anderem von der Außentemperatur, abhängig.
Tipps für den korrekten Umgang mit der Nelumbox und wie Sie nachhaltig die Laufzeit Ihrer Nelumbox verlängern können, finden Sie in diesem Artikel.

Hier finden Sie weitere FAQ-Beiträge aus unserer Beitragsreihe.

Falls Sie eine Frage haben sollten, zögern Sie nicht, sondern schreiben Sie uns eine E-Mail an: info@tec4med.com

 

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Wie schütze ich meine kühlkettenpflichtigen Medikamente vor dem unbefugten Zugriff Dritter?

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Mit der Nelumbox können Sie ihre teuren und kühlkettenpflichtigen Medikamente leicht vor unbefugtem Zugriff schützen. Durch die zuverlässige Zugriffsbeschränkung eines RFID Locks werden die Kleinkinder der Familie, aber auch Transporteure und nicht vertrauenswürdige Dritte vom Zugriff ausgeschlossen.

Die Nelumbox verfügt über einen digitalen Schließmechanismus, der über ein RFID-System den Zugriff auf den Inhalt der Nelumbox beschränkt. Durch eine individuell definierte Zugriffshierarchie können verschiedene Funktionen der Nelumbox, wie beispielsweise die manuelle Änderung der vordefinierten Temperaturbereiche, einzelnen Personen durch personalisierte RFID-Tokens zugewiesen werden. Darüber hinaus wird jede Öffnung oder Änderung der Nelumbox durch unsere intelligente Software dokumentiert.

So können Sie nicht nur:

  • die Innentemperatur,
  • die Außentemperatur,
  • die Luftfeuchtigkeit,
  • und Erschütterungen,

sondern auch:

  • die exakte Geolokalisation,
  • das Öffnen und Schließen,
  • sowie die Einstellungen der Nelumbox

in einem passwortgeschützen Dashboard nachvollziehen, archivieren und exportieren.

Als RFID Transponder können Sie die von uns angebotenen Karten oder Tokens erwerben oder aber Ihre bestehenden Zugangskarten nutzen.

In unserer Artikelreihe erfahren Sie demnächst mehr über die Möglichkeiten der Dokumentation, sowie die Vergabe von Zugangsberechtigungen und welche weiteren Möglichkeiten das Nelumbox Dashboard bietet.

Hier wird es in Kürze zum nächsten FAQ-Beitrag gehen.

Falls Sie eine Frage haben sollten, zögern Sie nicht, sondern schreiben Sie uns eine E-Mail an: info@tec4med.com

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Active cooling becomes more important in cold chain logistics

Wie lange kühlt die Nelumbox zuverlässig in den kühlkettenpflichtigen Bereichen 2 bis 8°C und 15 bis 25°C?

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Abhängig von verschiedenen externen Faktoren, wie unter anderem der Höhe und Konstanz der Außentemperatur kann die Nelumbox zwischen 6 und bis zu 24 Stunden zuverlässig im Akkubetrieb kühlen.

 

Grundsätzlich ist die Nelumbox  in der Lage eine potentiell unendliche Laufzeit zu erreichen. Sofern die Nelumbox über das mitgelieferte Netzteil mit Energie versorgt wird, läuft sie im stationären Gebrauch entsprechend der Dauer der Stromzufuhr. Durch den Betrieb mit zwei auswechselbaren Lithium-Ionen Akkus kann die Nelumbox auch während des mobilen Gebrauchs, je nach Anzahl der verfügbaren Akkus, potentiell unendlich mit Energie versorgt werden. Darüber hinaus können die Akkus extern über eine entsprechende Ladestation geladen werden. Die Nelumbox kann außerdem an jedem genormten Zigarettenanzündern im Auto oder in anderen Fahrzeugen geladen werden.

Die größten Einflussfaktoren auf die Laufzeit der Nelumbox sind:

  • Die Laufzeit der Nelumbox wird maßgeblich durch die Außentemperatur bestimmt. Während sich die Laufzeit bei Raumtemperatur (18°C – 25°C) auf bis zu 24 Stunden erstreckt, halbiert sich die Laufzeit bei einer Außentemperatur von über 35°C.
  • Muss die Nelumbox bei einer Außentemperatur von unter 0°C heizen, so verlängert sich die Akkulaufzeit bei einem Betrieb zwischen 2 – 8°C auf bis zu 30 Stunden.
  • Ist die Zirkulation der Abluft gestört, durch zum Beispiel eine äußere Einschränkung des Abluftsystems, so verbraucht die Nelumbox deutlich mehr Energie.
  • Für ein detailiertes ISTA 7D/E Profil, schreiben Sie uns bitte eine Mail an keepcool@tec4med.com

 

Die effiziente Laufzeit der Nelumbox kann durch einfache Tricks und dem korrekten Umgang verlängert werden:

  • Vor dem Transport und während des elektrischen Abkühlens in den gewünschten Temperaturbereich, sollte die Nelumbox immer an das Stromnetz angeschlossen sein.
  • Extreme Schwankungen der Außentemperatur während des Transportes sollten, sofern möglich, vermieden werden, da der Ausgleich der Temperaturveränderungen, insbesondere der Ausgleich von hohen Temperaturen, sehr viel Strom benötigt.
  • Sollte die Nelumbox während des Transports geöffnet werden müssen, so sollte sie stehts stehend geöffnet werden, sodass die Türe vertikal nach oben geöffnet wird. Auf diese Weise wird das Austreten der kalten Luft vermieden und der Energieverbrauch sinkt.
  • Die Be- und Ablüftung der Nelumbox sollte stets über ausreichend Platz verfügen, sodass die Abfuhr der heißen Luft problemlos möglich ist.

 

Hier geht es zu den anderen FAQ-Beiträgen.

Falls Sie Fragen haben sollten, zögern Sie nicht, sondern schreiben Sie uns eine E-Mail an: info@tec4med.com

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Active cooling becomes more important in cold chain logistics

Deckt die Nelumbox, als pharmazeutische Kühlbox alle relevanten Temperaturen für kühlkettenpflichtige Arzneimittel und Medikamente ab?

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Die für kühlkettenpflichtige Arzneimittel und Medizinprodukte relevanten Temperaturbereiche von 2 bis 8°C, sowie 15 bis 25°C werden durch die Nelumbox zuverlässig abgedeckt. Aber die Nelumbox kann noch mehr:

Über die in der Pharma-Industrie gängigen Temperaturbereiche 2-8°C und 15-25°C hinaus kann die Nelumbox nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Dieser einzigartige Vorteil kommt dann zum Tragen, wenn die Außentemperatur in den Minusbereich fällt. Damit die Innentemperatur nicht unter die für das Arzneimittel oder Medizinprodukt kritische Temperaturgrenze fällt, wird bei Bedarf der Innenraum der Nelumbox energie-effizient auf eine konstante Temperatur geheizt. Damit bleibt der wertvolle Inhalt nicht nur im tiefsten Sibirien, sondern auch im Winterurlaub in Deutschland oder der Schweiz jederzeit unversehrt.

Aufgrund dieser, in der Nelumbox integrierten Technologie, kann sie neben dem Kühlen von Arzneimitteln und Medikamenten als einzige Thermobox auch eine Inkubation von 37°C einleiten und die Temperatur falls nötig auch auf einen Maximalwert von 55°C erhöhen.

Darüber hinaus kann die Temperatur für spezielle Anforderungen auf einen beliebigen Temperaturbereiche zwischen 2 und 55°C eingestellt werden. Im stationären Zustand sind sogar kleinste Temperaturbereiche von wenigen Grad konstant möglich.

Hier wird es in Kürze zum nächsten FAQ-Beitrag gehen.

Falls Sie eine Frage haben sollten, zögern Sie nicht, sondern schreiben Sie uns eine E-Mail an: info@tec4med.com

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Das große Nelumbox FAQ

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Inzwischen erreichen uns täglich Anrufe und Mails, die spezifische Auskünfte rund um die Nelumbox ersuchen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, die am häufigsten gestellten Fragen zu sammeln und in einer Blog-Reihe zu beantworten. Sie erwarten in den nächsten Wochen spannende Blog Artikel rund um die Nelumbox.

Sollte Ihre Frage nicht beantwortet werden oder Sie nicht länger warten wollen/ können,
dann zögern Sie nicht und schreiben Sie uns eine Mail unter:
info@tec4med.com

Vielleicht findet Ihre eingesendete Frage ebenfalls den Weg in unser Nelumbox FAQ.

Hier sind alle bisher veröffentlichten FAQ-Artikel:

1. Deckt die Nelumbox als pharmazeutische Kühlbox alle relevanten Temperaturen für kühlkettenpflichtige Arzneimittel und Medikamente ab?

Die für kühlkettenpflichtige Arzneimittel und Medizinprodukte relevanten Temperaturbereiche von 2 bis 8°C, sowie 15 bis 25°C wird durch die Nelumbox zuverlässig abgedeckt. Aber die Nelumbox kann noch mehr…

 

2. Wie lange kühlt die Nelumbox zuverlässig in den kühlkettenpflichtigen Bereichen 2 bis 8°C und 15 bis 25°C?

Abhängig von verschiedenen externen Faktoren, wie unter anderem der Höhe und Konstanz der Außentemperatur kann die Nelumbox zwischen 6 und bis zu 24 Stunden zuverlässig im Akkubetrieb kühlen.
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cold chain monitoring pharma logistics, Überwachung der Kühlkette Pharmalogistik

Überwachung der Kühlkette in der Pharmalogistik

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Bis 2020 wird der weltweite Markt für das Tracking und die Überwachung der Kühlkette voraussichtlich 426 Milliarden USD schwer sein. 2015 waren es nur 148 Milliarden USD. Das umsatzstärkste Segment ist dabei der Pharmabereich. Das Magazin Pharmaceutical Commerce prognostiziert, dass die Kühlkettenlogistik im Jahr 2021 einen Wert von 16,6 Milliarden USD erreicht haben wird. Das Tracking und die Überwachung der Kühlkette beziehen sich auf Geräte, die mit Sensoren ausgestattet sind und den Transport von temperatursensiblen Medikamenten in einem vorgegebenen Temperaturbereich gewährleisten.

Warum werden Tracking & Überwachung der Kühlkette immer wichtiger?

Es gibt drei wesentliche Antriebskräfte hinter der wachsenden Nachfrage nach dem Tracking und der Überwachung der Kühlkette in der Pharmalogistik. Die Erste ist der Übergang zu biotechnisch hergestellten, temperaturempfindlichen Arzneimitteln. Die Zweite ist die Verschärfung der Vorschriften für den Versand von Pharmazeutika und nicht zuletzt die zunehmende Internationalisierung der pharmazeutischen Lieferkette.

  • Zunahme von biotechnisch hergestellten Arzneimitteln:

Die Zahl der biotechnisch hergestellten Medikamente nimmt stetig zu. Bis 2020 werden 27 der 50 meistverkauften Medikamente temperaturempfindliche Biologika sein, die eine zwischen 2-8 °C gelagert und transportiert werden müssen. Diese Arzneimittel sind auf dem Vormarsch aufgrund ihrer hohen Spezifizität und Komplexität, die den natürlichen biologischen Prozessen im menschlichen Körper entspricht und daher das Risiko von Immunreaktionen senkt. Biologisch basierte Medikamente werden in langwierigen und kostenintensiven biotechnischen Prozessen in lebenden, gentechnisch veränderten Organismen oder Zellen hergestellt. Das macht diese Arzneimittel kostenintensiv in ihrer Produktion und teuer im Verkauf. Sie kosten für ein Set Spritzen bzw. Pens zwischen mehreren hundert bis mehreren tausend Euro. Die biotechnisch hergestellten Medikamente sind hochempfindlich gegenüber Temperatur-Abweichungen. Wenn die Temperatur einen bestimmten Temperaturbereich über- oder unterschreitet, wird die empfindliche Tertiärstruktur des Medikaments zerstört und das Medikament wird wirkungslos. Aus diesem Grund benötigen Biologika Verpackungen im Logistikprozess wie z.B. Isoliermaterial, Kältemittel und Temperaturüberwachungsgeräte.

  • Verschärfung von Vorschriften der Pharma Lieferkette:

In den vergangenen Jahren sind die regulatorischen Anforderungen an die pharmazeutische Lieferkette immer strenger geworden. Das dient dazu, Risiken beim Transport zu reduzieren, die Patientensicherheit zu gewährleisten und klare Verantwortlichkeiten in der Aufrechterhaltung Kühlkette zuzuweisen. Die wichtigsten internationalen Regulierungsleitlinien für die Einhaltung der Kühlkette im Pharmabereich sind: Der EU-Leitfaden über eine Gute Herstellungspraxis, die Leitlinien für eine gute Vertriebspraxis von Humanarzneimitteln (GDP), CDC-Richtlinien für die Erhaltung und Verwaltung der Kühlkette beim Impfstoffen, WHO-Richtlinien für die Verpackung und den internationalen Versand von Impfstoffen, der US-Code of Federal Regulations, US und European Pharmacopoeia. Die geänderte GDP-Richtlinie von 2013, Kapitel 9.2 zum Transport, sieht vor:

The required storage conditions for medicinal products should

be maintained during transportation within the defined limits as

described by the manufacturers or on the outer packaging. (…)

 It is the responsibility of the wholesale distributor to ensure that

vehicles and equipment used to distribute, store or handle

medicinal products are suitable for their use and appropriately

equipped to prevent exposure of the products to conditions that

could affect their quality and packaging integrity

 Um die geforderten Bedingungen zu gewährleisten, müssen Tracking- und Überwachungssysteme vorhanden sein, die den Zustand des medizinischen Produkts während des Transports ständig messen.

  • Internationalisierung des Pharmamarktes:

Die pharmazeutische Lieferkette erfordert einen globalen Ansatz, da Hersteller und Distributoren in verschiedenen Regionen der Welt arbeiten. Sie müssen Medikamente von den USA nach Russland, von Europa nach China transportieren. So sind sie mit verschiedenen Rahmenbedingungen, wie Temperaturschwankungen, konfrontiert, die ein potenzielles Risiko für temperaturempfindliche Medikamente darstellen. Die Temperaturüberwachung der Medikamente während des Transports ist daher ein wesentlicher Bestandteil der heutigen globalisierten Pharma-Lieferkette.  Es scheint unwahrscheinlich, dass der Trend hin zur Kühlkettenüberwachung von kurzer Dauer ist.

Dieser Übergang erfordert kostengünstige, zuverlässige Tracking-und Überwachungssysteme, die flexibel auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind.

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gene and cell therapy: challenges in clinical trial logistics, Gen- und Zelltherapie

Gen- und Zelltherapie: Die 5 größten Herausforderungen für die Kühlkettenlogistik

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Gen- und Zelltherapie sind die medizinischen Ansätze hinter den Schlagworten personalisierte Medizin, patientenspezifische Therapie oder zielgerichtete  Medizin. Gen- und Zelltherapie zielen auf die Krankheitsursache, indem defekte Gene oder Zellen ersetzen oder repariert werden. Gen- und Zelltherapie gibt es schon seit längerer Zeit, aber erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden sie verbreitet angewendet und in ihrem Verfahren weiter perfektioniert. Wenn Gen- und Zelltherapien klinischen Studien unterzogen werden, stellen sie die Supply Chain vor noch nie dagewesene Herausforderungen – vor allem die Kühlkettenlogistik.

Was ist Gen- und Zelltherapie?

Sowohl Zell- als auch Gentherapie sind Bereiche der biomedizinischen Forschung. Dennoch unterscheiden sich ihre Verfahren leicht voneinander:

  •  Die Zelltherapie: Bei dieser Therapie werden ganze, lebende Zellen in den Organismus eines Patienten injiziert. Bislang wird dieses Verfahren vor allem bei der Knochenmarktransplantation und in der Onkologie angewendet. Die defekten Knochenmarkzellen eines Patienten werden durch Strahlung oder Chemotherapie zerstört. Dann werden Spenderzellen, meist von einem nahen Verwandten, mittels einer Infusion transferiert. Diese, so das Ziel, sollen sich im Knochenmark des Patienten ansiedeln und dort replizieren. Das Spektrum derjenigen Zelltypen, die für die Zelltherapie geeignet sind, nimmt weiter zu.
  • Die Gentherapie: Bei diesem Ansatz geht es darum, Genmaterial in Zellen einzuschleusen, um so defekte Gene zu reparieren oder um relevante Proteine zu produzieren. Da es nicht funktioniert, einzelne Gene direkt einzuschleusen, wird das Gen von einem Träger in die Zelle transportiert. Üblicherweise werden modifizierte Viren als Träger verwendet. Diese „infizieren“ die Zelle und fügen so das gewünschte Gen ein. Das modifizierte Virus wird entweder injiziert oder intravenös als Infusion verabreicht. Das hängt davon ab, wo sich das defekte Gen, das ersetzt werden soll, befindet. Als alternative Transfermethode kann eine Zellprobe eines Patienten extrahiert und dann mit dem Trägervirus im Labor behandelt werden. Dann werden die Zellen dem Patienten wieder zugeführt.

Warum die Messlatte für die Kühlkettenlogistik hoch liegt

Auch wenn Gen- und Zelltherapie schon eine Weile existieren, kommen sie erst in den letzten 20 Jahren bei seltenen Krankheiten, neurologischen, kardiovaskulären, metabolischen oder infektiösen Krankheiten gehäuft zum Einsatz. Die Forschung dazu schreitet rasch voran, nicht zuletzt deshalb, weil die Gen- und Zelltherapie ein vielversprechendes Forschungsfeld darstellt: Nicht die Symptome einer Krankheit, sondern deren Ursachen können bekämpft werden. Es nimmt daher nicht Wunder, dass sich immer mehr klinische Studien auf Zell- und Gentherapien konzentrieren. Alleine die Anzahl genbasierte klinische Studien ist in den vergangenen 20 Jahren um etwa 500 % gestiegen.

Die Logistikprozesse klinischer Studien in der Gen-und Zelltherapie sind komplex und fordern viel von allen Stakeholder in der Supply Chain. Diese Therapieformen erfordern das Entgegennehmen von Ausgangszellmaterial eines Patienten (z. B. Stammzellen, Vollblut) und dessen Belieferung mit Medikation bestehend aus lebenden Zellen oder viralen Vektoren. Diese haben nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Das macht ein strenges Temperaturmanagement und eine schnelle Lieferung erforderlich. Umso mehr, als dass ein solches Medikament auf einen einzelnen, spezifischen Patienten zugeschnitten ist.

  1.  Einhalten einer lückenlosen Kühlkette: vom Patienten und zum Patienten hin
  2. Unbedingtes Einhalten eines vorgegebenen Temperaturbereichs: Laut WorldCourier ist 2-8°C am häufigsten, aber auch gefrorene und kryogene Transporte sind bei diesen Studien notwendig
  3. Einhalten enger Lieferzeitfenster: lebende Zellen müssen schnell verarbeitet und verabreicht werden
  4. Verwalten grenzüberschreitender Sendungen: Es gibt Studien, die in 39 Standorten auf der ganzen Welt durchgeführt werden
  5. Beachten verschiedener, nationaler Vorschriften: Bei grenzüberschreitenden Sendungen müssen unterschiedlichen Vorschriften für den Umgang mit lebenden Zellen in den verschiedenen Ländern berücksichtigt werden

Gen-und Zelltherapie in klinischen Studien erfordern sichere und 100%ig zuverlässige Kühlboxen als auch flexible und zuverlässige Logistikdienstleister. Die Messlatte für die Kühlkettenlieferungen wird für klinische Studien bei Gen- und Zelltherapien sehr hoch gesetzt.

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Direct-to-Patient practices in clinical trials, Direct-to-Patient Ansatz

Der Direct-to-Patient Ansatz in klinischen Studien – warum er die Mühe wert ist

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Direct-to-Patient (DtP) Services in klinischen Studien sind ein Markt, auf den sich derzeit nur wenige Akteure vorwagen. Zu hoch sind die Anforderungen, die ein solcher patientenzentrierter Ansatz stellt: Er macht das Design klinischer Studien noch komplexer, er erhöht die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten und erfordert eine noch größere Flexibilität und Zuverlässigkeit seitens des Logistikprozesses. Warum also sollte man sich auf den Direct-to-Patient Ansatz einlassen? Die Antwort ist einfach: Es lohnt sich.

Probleme herkömmlicher klinischer Studien

Patienten für herkömmliche klinische Studien zu rekrutieren, ist ein schwieriges Unterfangen. Es ist zeit- und kostenintensiv Patienten davon zu überzeugen, sich für eine klinische Studie einzuschreiben und bis zu deren Ende durchzuhalten. Die Patientenrekrutierung macht 32 % des Budgets klinischer Studien aus. Da die Patientenrekrutierung immer schwieriger wird, ist sie ein wesentlicher Faktor für steigende Studienkosten. In 50 % aller klinischen Studien kommt es aufgrund von Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Patienten zu zeitlichen Verszögerungen. Diese sind kostspielig, da sie nicht nur Auswirkungen auf die Studienkosten, sondern auch auf den nachfolgenden Verkauf haben. Zwischen 600.000 $ und 8 Millionen $ an täglichem Umsatzverlust können durch Verzögerungen entstehen. So ist es umso schmerzlicher, bereits erfolgreich rekrutierte Patienten während einer klinischen Studie zu verlieren. 30 % der Probanden steigen zu einem frühen Zeitpunkt au seiner klinischen Studie aus. Einer der Gründe, den sie angeben ist, dass die Besuche der Studienklinik stressig sind und sich nicht in ihr Leben integrieren lassen. Es ist klar, dass klinische Studien, die regelmäßige Besuche an der Studienklinik vorschreiben, für den Patienten lästig sind.

Warum der Direct-to-Patient Ansatz die Lösung ist

Die Teilnahme an klinischen Studien so angenehm wie möglich zu gestalten, ist deshalb ein wichtiges Ziel bei der Planung und Durchführung klinischer Studien. Und hier kommt der Direct-To-Patient Ansatz ins Spiel. DtP sieht vor, dass das Testmedikament dem Patienten nach Hause geliefert wird (über die Produktionsstätte und Hubs oder die Studienapotheke). Biologische Proben wie Blut, Stuhl, Gewebe etc. werden zu Hause durch eine Krankenschwester entnommen und an das zentrale Studienlabor gesendet, um dort getestet zu werden. Somit wird das Zuhause des Patienten in solch einem Studienansatz zu einem Dreh-und Angelpunkt. Auch der Fokus liegt hier mehr auf dem Patienten, als das bei herkömmlichen klinischen Studien der Fall ist.

Der Logistikdienstleister Marken erklärt, dass der Direct-To-Patient Ansatz einen positiven Einfluss auf die Patientenbindung habe und die Disziplin ebenso hoch sei wie bei Studien, die an einem Studienzentrum durchgeführt werden. Dem Medical Research Network zufolge hat der Direct-To-Patient Ansatz dazu geführt, dass die Teilnehmerrekrutierung um bis zu 60 % gestiegen ist und die Teilnehmerbindung bei über 95 % liegt. Eine weitere positive Auswirkung des DtP-Ansatzes ist, dass sich damit neue Patientenkreise erschließen lassen. Insbesondere Menschen, die weit entfernt von Studienzentren leben und Menschen, deren gesundheitlicher Zustand regelmäßige Besuche der Studienklinik nicht erlaubt. Außerdem können klinische Studien schneller und mit zuverlässigeren Ergebnissen abgeschlossen werden, dadurch dass weniger Patienten aus der Studie ausscheiden.

Die 3 größten Hürden für Direct-to-Patient Services

Das ist alles sehr vielversprechend, aber warum stellt dann nicht jeder auf DtP um? Es gilt drei Hürden zu bedenken und zu überwinden, damit die Vorteile des DtP-Ansatzes zur Geltung kommen können:

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Direct-to-Patient Dienstleistungen einen Durchbruch in klinischen Studien erleben werden. Die Akteure, die bereits auf dem Markt sind, nehmen eine wichtige Rolle ein, ihnen den Weg zu ebnen. Die Zukunft gehörte schon immer den Kühnen.

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